BSG Stahl Riesa gewinnt bei „1100 Jahre Sachsen": Kunstproje

Die BSG Stahl Riesa e.V. darf sich über einen besonderen Erfolg freuen: Das eingereichte Projekt„Kunst in der Feralpi-Arena – Gemeinsam Gestalten!" wurde im Wettbewerb „Zeig Dein Sachsen" der Kampagne „Sachsen 1100 – So geht sächsisch." ausgezeichnet und erhält dafür eine Förderung der Sächsischen Staatskanzlei. Das Projekt gehört zu den prämierten Beiträgen des Landeswettbewerbs und wird als Teil des Jubiläums „1100 Jahre Sachsen" öffentlich begleitet.

Im Mittelpunkt steht die künstlerische Neugestaltung der Tribünenwände und der Ballprellwand in der Feralpi-Arena. Gemeinsam mit Fans, Vereinsmitgliedern, ehrenamtlichen Helfern sowie der Lebenshilfe Riesa sollen im Laufe dieses Jahres großflächige Wandbilder entstehen, die die Geschichte, Tradition und Identität des Vereins sichtbar machen. Geplant sind Motive aus der Vereinsgeschichte, historische Spielszenen, Vereinssymbole sowie Darstellungen prägender Mannschaften und Persönlichkeiten der erfolgreichen Oberligazeiten. Ziel ist es, die Fußballtradition der Elbestadt sichtbar zu machen, die Identifikation mit dem Verein weiter zu stärken und einen lebendigen Erinnerungsort für die regionale Sportgeschichte zu schaffen.

Ein besonderer Aspekt des Projektes ist die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Riesa. Die Gestaltung der Wände erfolgt nicht nur unter professioneller künstlerischer Begleitung, sondern wird bewusst als gemeinschaftliches Projekt umgesetzt. Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten dabei Seite an Seite an einem Vorhaben, das weit über die reine Verschönerung der Sportstätte hinausgeht.

Dietrich Hoffmann, Aufsichtsratsvorsitzender der BSG Stahl Riesa e.V. und Ideengeber des Projekts, freut sich über die Auszeichnung:

„Als wir die Idee entwickelt haben, war uns wichtig, dass wir nicht einfach nur Wände gestalten. Wir wollten sichtbar machen, welche Rolle die BSG Stahl Riesa seit Generationen für unsere Stadt spielt. Fußball, Stahltradition, Ehrenamt, Zusammenhalt und Heimatgefühl gehören in Riesa untrennbar zusammen. Dass die Staatskanzlei unser Projekt ausgewählt und gefördert hat, ist eine große Anerkennung für unseren Verein und für alle Menschen, die sich hier ehrenamtlich engagieren. Besonders freut mich, dass wir dieses Projekt gemeinsam mit der Lebenshilfe Riesa umsetzen und damit zeigen können, dass Inklusion ganz selbstverständlich gelebt werden kann."

Auch Adrian Storm, Geschäftsführer der Lebenshilfe Riesa, sieht in dem Vorhaben ein starkes Signal für die Region:

„Dieses Projekt verbindet Kultur, Sport und gesellschaftliches Miteinander auf eine hervorragende Weise. Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen gestalten gemeinsam etwas Bleibendes für ihre Stadt. Die Zusammenarbeit mit der BSG Stahl Riesa zeigt, wie Inklusion in der Praxis funktioniert: nicht als Schlagwort, sondern als gemeinsames Handeln. Wir freuen uns sehr darauf, unseren Beitrag zu diesem besonderen Vorhaben zu leisten."

Die Projektidee passt nach Einschätzung der Jury in besonderer Weise zum Jubiläum „1100 Jahre Sachsen", da sie ein bedeutendes Stück sächsischer Sport- und Vereinsgeschichte bewahrt, sichtbar macht und für kommende Generationen erlebbar werden lässt. In den Projektunterlagen wird die BSG Stahl Riesa als wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Sachsen beschrieben, der seit mehr als einem Jahrhundert Tradition, Identität und Zusammenhalt verkörpert.

In den kommenden Monaten sollen die Entwürfe unter künstlerischer Leitung Schritt für Schritt umgesetzt werden. Die geplanten Wandbilder werden Motive aus der Geschichte des Vereins aufgreifen und gleichzeitig den Blick in die Zukunft richten. Damit erhält die Feralpi-Arena nicht nur ein neues, attraktives Erscheinungsbild, sondern auch ein sichtbares Bekenntnis zur Geschichte der Stadt Riesa, zur Bedeutung des Ehrenamtes und zu einem gelebten Miteinander.

Die Auszeichnung im Wettbewerb „Zeig Dein Sachsen" und die Förderung durch die Sächsische Staatskanzlei sind daher weit mehr als ein finanzieller Zuschuss. Sie sind eine Anerkennung für die Arbeit eines Vereins, der seit Generationen Menschen verbindet und nun gemeinsam mit Fans, Ehrenamtlichen und der Lebenshilfe ein neues, identitätsstiftendes Kapitel in der Geschichte der Feralpi-Arena aufschlägt.