Unentschieden gegen Markranstädt

Die Partien gegen den SSV haben in letzter Zeit irgendwie etwas Besonderes. Nach den Vorfällen beim Heimspiel im vergangenen Dezember versucht die Stahlelf besonders zu glänzen, doch wie schon im Frühjahr reichte es am Ende nur zu einem Unentschieden.
Stahl konnte, abgesehen von den Langzeitverletzten, in optimaler Aufstellung antreten und übernahm auch sofort das Kommando. In der ersten halben Stunde erspielte man sich zahlreiche Chancen, doch bei deren Verwertung fehlte letztendlich die Präzision. Erst ein abgewehrter Freistoß brachte die Führung, als Marcel Fricke eine Flanke von Marcus Baumann (31.) versenkte. Die Führung war überaus verdient, obwohl sich die Gäste keineswegs versteckten.
Vier Minuten später bekamen sie einen Freistoß halbrechts vor dem Riesaer Strafraum. Jakob Hentsch legte sich den Ball zurecht und versenkte ihn mit einem perfekten Linksschuss aus etwa 34 Metern im Dreiangel. Die Stahlelf hatte jedoch sofort eine Antwort parat. Der nächste Angriffsversuch der Gäste wurde am eigenen Strafraum gestoppt, und Kapitän Paul Kant setzte Ben Schmidt in Szene. Dieser lief allein auf das Tor zu und erzielte per Heber die erneute Führung (35.).
So endete auch die erste Halbzeit. Sicherlich wollte die Stahlelf weiterhin zielstrebig nach vorn spielen, doch irgendwie geriet Sand ins Getriebe. Zum einen ließ der anhaltende leichte Regen den Platz rutschig werden, zum anderen machte das 2:2 durch Pepe Freigang in der 50. Minute den Gästen neue Hoffnung. Sie störten mit viel Laufbereitschaft den Spielaufbau von Stahl und kamen selbst zu einigen wenigen Möglichkeiten.
Stahl war dennoch weiterhin auf dem Weg nach vorn und erspielte sich Chancen auf den Siegtreffer. Doch der Markranstädter Torwart Christian Wings hielt seinen Kasten auch in der turbulenten Nachspielzeit sauber. Vincent Zaruba sah bei einer dieser Aktionen die Gelb-Rote Karte und fehlt damit am Samstag beim Auswärtsspiel in Neugersdorf.
Insgesamt hätte Stahl das Spiel trotzdem gewinnen müssen und ist die Rolle als direkter Verfolger damit nach nur einer Woche wieder los.
Stahl spielte mit: Christopher Hauswald, Dennis Leonhardt (ab 77. Nic Heuer), Vincent Zaruba, Robby Golzsch, Leon Scholze, Ben Schmidt, Marcel Fricke, Markus Baumann, Marlon Kost, Paul Kant, Jaroslav Benda (ab 85. Vladyslav Skala).
Gelbe Karten: Zaruba, Scholze, Baumann, Brand, Wohllebe
Gelb-Rote Karte: Zaruba


