Stollberg kein Stolperstein

12 Jahre ist es her, dass man schon einmal mit dem FC Stollberg im Pokal die Klingen kreuzte und mit einer Niederlage nach Elfmeterschießen ausschied. Die Gastgeber spielen momentan in der Sachsenklasse West im oberen Drittel. Trotzdem zählte für die Stahlelf nur ein Weiterkommen ohne größere Probleme.
Trainer Daniel Wohllebe gab den bisherigen Ersatzspielern eine Einsatzmöglichkeit und konnte so einige Stammspieler schonen.
Die 265 Zuschauer im schönen Glückauf-Stadion bekamen trotzdem eine ziemlich einseitige Partie zu sehen, wobei die Gastgeber gleich die erste Halbchance hatten. Jedoch übernahm Stahl nach fünf Minuten die Kontrolle. Die ersten Schussversuche waren allerdings noch zu hoch angesetzt.
In der 13. Minute fiel dann auch schon die Führung. Nach einer Kombination vor dem Strafraum fand die abschließende Flanke von der rechten Seite den freistehenden Leon Scholze, der sicher verwandelte.
Falls sich die Gastgeber etwas ausgerechnet hatten, waren diese Pläne nach 20 Minuten Makulatur, denn da köpfte Jaroslav Benda eine Flanke von Dennis Leonhardt ein. Zwischenzeitlich wurden noch einige Chancen vergeben, ehe es wieder die Kombination Leonhardt/Benda war, die mittels eines Eckballs zum nächsten Treffer führte.
Normalerweise die Entscheidung, doch bei einem Konter lief die Verteidigung nur nebenher und Fischer konnte aus 16 Metern das erste Stahl-Gegentor seit einem Monat erzielen (39.).
Nach der Pause dauerte es nur 30 Sekunden, bis Leon Scholze den alten Abstand wiederherstellte. Das 1:5 (54.) bereiteten Schmidt und Benda vor. Dennis Leonhardt hatte freie Schussbahn und ließ dem gegnerischen Torwart keine Chance.
Er war es auch, der ein Missverständnis in der Stollberger Verteidigung per sehenswertem Schuss von der linken Strafraumlinie zum 1:6 nutzte.
Die restliche Spielzeit bestand, passend zum Wetter, eher aus Sommerfußball. Man schenkte den Gastgebern noch einen zweiten Treffer durch Förster (82.), ehe Jaroslav Benda zwei Minuten darauf von der Mittellinie zum 2:7-Endstand traf.
Insgesamt ein nie gefährdeter Sieg! Damit steht man schon wieder im Achtelfinale des Sachsenpokals und harrt der Auslosung am Dienstag.
Stahl spielte mit: Christopher Hauswald, Dennis Leonhardt (ab 65. Georg Liesch), Justin Seher, Vincent Zaruba, Nic Heuer, Leon Scholze (ab 74. GillianKöhler), Marcel Fricke (ab 63. Robby Goltzsch), Marcus Baumann, Marlon Kost, Paul Kant (ab 56. Ben Schmidt), Jaroslav Benda
Gelb: Seher, Baumann


