Erneute Enttäuschung in Neugersdorf

Die letzten Reisen in die Oberlausitz endeten allesamt mit Niederlagen. Doch diesmal wollte die Mannschaft unbedingt die Punkte mit nach Riesa nehmen.
In einem Sachsenpokalspiel auf dem benachbarten Kunstrasenplatz standen sich zuvor beide B-Jugend-Vertretungen gegenüber. Auch hier blieben die Gastgeber mit 3:1 siegreich.
Das Spiel der Männer lief noch keine Minute, da lag Stahl bereits zurück. Den ersten Angriff schloss Bousa freistehend ab und sorgte dafür, dass das Nervensystem der Stahlakteure zunächst eine geraume Zeit zur Erholung brauchte.
Erst nach einer Viertelstunde fand Stahl zu ersten Möglichkeiten. So versuchte es Benda aus 40 Metern und traf das Tornetz. Später wurde die Partie hektischer, was den Spielfluss nicht unbedingt verbesserte. So fehlte meist der letzte Pass, um wirkliche Torgefahr zu erzeugen, während die Gastgeber an der nun sicher stehenden Stahl-Abwehr hängen blieben.
So schien es mit dem 1:0 in die Pause zu gehen, doch tief in der Nachspielzeit sorgten zwei böse Fehler für einen Strafstoß gegen Stahl. Halbich verwandelte sicher zum 2:0.
Damit wurde die Aufgabe nach der Pause keineswegs leichter. Stahl kam nach dem Wiederanpfiff durch Schmidt und Baumann zu ersten Chancen. Letztere führte zu einem Eckball, den Marcel Fricke in der 57. Minute freistehend einköpfte.
Eine Minute später bot sich die Riesenchance zum Ausgleich. Leon Scholze kam nach einer Hereingabe von Schmidt am Fünfmeterraum zum Kopfball, verfehlte das Neugersdorfer Gehäuse jedoch leider knapp.
Stahl drückte nun deutlich auf den Ausgleich, versuchte, das Spiel zu kippen, und musste dennoch den nächsten Rückschlag hinnehmen. Bei einer Aktion am rechten Strafraumrand ging Halbich nach einer leichten Attacke zu Boden, und Schiedsrichter Britschka zeigte erneut auf den Punkt. Diesmal ließ Hradisky Christopher Hauswald keine Chance, und das Momentum für Stahl war dahin.
Die Gastgeber verlegten sich nun darauf, das Stahl-Spiel zu zerstören, und ließen dabei nur sehr wenig zu. Auch die Ideen im Spielaufbau waren bei Stahl zu durchsichtig, um die gegnerische Defensive ernsthaft in Gefahr zu bringen.
So blieb es bis zum Schluss beim 3:1, und Stahl verliert zunehmend den Anschluss an Tabellenführer Taucha. Auch die Verfolger rücken wieder näher heran. Einer von ihnen, Tapfer Leipzig, gastiert am Samstag in der Feralpi Arena und wird sicherlich versuchen, das 0:6 aus dem Pokalspiel wettzumachen.
Stahl spielte mit: Christopher Hauswald, Dennis Leonhardt (ab 58. Nic Heuer), Georg Liesch (ab 94. Justin Seher), Robby Golzsch, Leon Scholze, Ben Schmidt, Marcel Fricke, Marcus Baumann, Marlon Kost, Paul Kant, Jaroslav Benda (ab 73. Vladyslav Skala).
Gelb: Kost, Kant


