Überraschung in Rabenstein

18.05.2026

Bisher war der Sportpark im Chemnitzer Ortsteil Rabenstein für die Stahlmannschaft eine uneinnehmbare Festung. Auch diesmal standen die Vorzeichen nicht wirklich gut, belegten die Gastgeber immerhin Platz drei in der Tabelle und hatten vor dem Spiel acht Punkte mehr auf dem Konto. Was die Mannschaft aber diesmal leistete, ahnten auch die Optimisten unter den Fans nicht voraus. Die 270 Zuschauer sahen einen starken 4:1 Sieg der Wohllebe Elf.

Stahl übernahm mit Beginn der Partie das Zepter und hatte gleich eine erste Chance. Es folgten zwei Ecken und Einwürfe tief in der gegnerischen Hälfte. Den zweiten Einwurf wehrten die überraschten Gastgeber zu kurz ab und der Ball kam postwendend zurück. Jaroslav Benda nutzte die Möglichkeit und erzielte nach drei Minuten das 0:1. Ein perfekter Auftakt! Carlo Schmitt hatte die nächsten Möglichkeiten per Schuss aus spitzem Winkel und mit einem Kopfball. Die Gastgeber hatten sichtlich Mühe und fanden erst um die 25. Minute ins Spiel, mit nennenswerten Chancen. Stahl hielt aber komplett dagegen und Benda, Müller sowie Seher hätten erhöhen können. Dies gelang dann Marcel Fricke in der 44. Minute. Ein langer Ball an den Strafraum fand ihn allein vor dem Rabensteiner Torwart, dessen Rettungsversuch misslang und Marcel Fricke den Ball ins leere Tor zum 0:2 Pausenstand beförderte.

Nach der Halbzeit dann erst einmal ein verteiltes Spiel. In der 59. Minute zündete Georg Liesch über den rechten Flügel den Turbo und fand Janek Müller in der Mitte, der den Ball über die Linie stocherte. Keine zwei Minuten später erneut Georg Liesch mit starkem Antritt über rechts und diesmal legte er zurück auf Kapitän Paul Kant, der aus 20 Metern sehenswert ins Dreiangel zum 0:4 verwandelte. So etwas hatten die Gastgeber sicher nicht erwartet und eigentlich war das Spiel entschieden. Sie brauchten eine knappe Viertelstunde, ehe Schaltonat zum 1:4 traf (78.). In den folgenden fünf Minuten danach musste man noch kurz bangen, da man selbst einige Konterchanen leichtfertig vergab. Die Gastgeber mühten sich zwar, aber die Stahlabwehr ließ nichts mehr zu und fuhr den Sieg nach Hause.

In der Nachspielzeit gab es noch ein erfreuliches Comback, Robin Brand wurde, nach seinem Kreuzbandriss vor einem Jahr, erstmals wieder eingewechselt! Jetzt ist erst mal eine Woche Pause, ehe am 25.05. der Dresdner SC zum Freitagabendspiel in der Feralpi Arena erscheint.

Stahl spielte mit: Christopher Hauswald, Justin Seher, Georg Liesch, Carlo Schmidt (ab 75. Franz Josef Zech), Vladyslav Skala, Marcel Fricke, Janek Müller (ab 92. Robin Brand), Markus Baumann, Marlon Kost, Paul Kant, Jaroslav Benda

Gelb: Kant