Keine Ostergeschenke von Neugersdorf
Nur 48 Stunden nach dem Sieg gegen Reichenbach musste die Stahlelf zum Nachholspiel beim Tabellennachbarn in Neugersdorf antreten. Die Ansetzung des Verbandes wollte es so. Nach der klaren Niederlage in der Vorsaison wollte es die Mannschaft diesmal besser machen und mit den drei Punkten an das führende Trio in der Tabelle heranrücken.
Die Partie begann leider mit einem Rückschlag. Bereits in der zweiten Minute konnte eine Ecke nicht geklärt werden und im dritten Nachschuss schlug der Ball im Gehäuse ein. Danach übernahm Stahl das Kommando. Die Gastgeber wurden mit frühem Pressing unter Druck gesetzt und kamen teilweise minutenlang nicht aus der eigenen Hälfte. So entstanden natürlich auch Torchancen. Markus Baumann gleich dreimal, Dennis Leonhardt, Marcel Fricke und Paul Kant hätten schon in der ersten halben Stunde für klare Verhältnisse sorgen können. Jedoch gingen die Bälle knapp vorbei oder landeten in den Armen von OFC Keeper Ron Wochnik. Dazu gab es noch ein Dutzend Ecken, doch auch die Stärke der letzen Spiele zog diesmal nicht. Nach 33 Minuten wurde Paul Kant im Strafraum gelegt und Schiri Gundler zeigte auf den Punkt. Jaroslav Benda trat an, schickte Wochnik ins falsche Eck, doch zum Entsetzen der Stahlanhänger ging der Ball an den Pfosten. Stahl spielte danach weiter nach vorn und ließ den Oberlausitzern kaum Raum. Erst in der Nachspielzeit flog mal wieder ein Schuss aufs Hauswald Gehäuse. Bis dahin fast das Beste was man in dieser Saison von den Wohllebe Mannen gesehen hat, nur die Tore fehlten.
Nach der Pause hatte Benda wieder die erste Kopfballchance für Stahl (53.), allerdings ohne Erfolg. Nur eine Minute später kam er bei einem Zweikampf am Mittelkreis einen kleinen Moment zu spät und der Schiri zog, zur Verwunderung aller, glatt Rot. Eine sehr harte Entscheidung. Ehe sich Stahl richtig geordnet hatte, nutzten die Gastgeber den sich kurzzeitig bietenden Raum und Hradisky erzielte seinen zweiten Treffer. Nun wurde es immer schwerer, doch Stahl spielte weiter nach vorn. Mit zunehmender Zeit ließen dann logischerweise die Kräfte nach. Einen Baumann Freistoß parierte Wochnik hervorragend und N.N. Pohl köpfte noch an die Latte, ehe Bouska einen Konter mit dem 3:0 (83.) abschloss. Danach war die Luft raus und Stahl musste ohne Punkte den Heimweg antreten.
Am Sonntag wartet nun schon das nächste Hammerspiel. Im, nach Pirna Copitz, ausgelagerten Ligaspiel wartet die U23 von Dynamo Dresden. Dort ist es dann unbedingt notwendig, dass die sich bietenden Chanchen genutzt werden. Im Aufstiegsrennen dürfte das Spiel schon vorentscheidend für Stahl und Dynamo sein.
Stahl spielte mit: Christopher Hauswald, Dennis Leonhardt (ab 80. Niklas Noah Pohl), Justin Seher, Georg Liesch (ab 72. Princewill Ishmael Chimenem), Nic Heuer, Marcel Fricke (ab 90. Gillian Köhler), Janek Müller (ab 72. Vladyslav Skala), Markus Baumann, Marlon Kost, Paul Kant, Jaroslav Benda
Gelb: Fricke, Kost, Leonhardt, Liesch, Kant
Rot: Benda


