Arbeitssieg in Leipzig
Am vorletzten Spieltag der Hinrunde musste unsere Mannschaft in Leipzig beim SV Tapfer 06 Leipzig antreten. Bei für die Jahreszeit ordentlichen Witterungsverhältnissen waren 94 Zuschauer, darunter rund 60 Stahlfans, ins Stadion gekommen.
Das Spiel begann aus Riesaer Sicht gut. Bereits nach vier Minuten setzte Dennis Leonhardt mit einem Distanzschuss das erste Zeichen. Leider verflachte das Spiel danach zusehends. Stahl mit gefühlten 90 Prozent Ballbesitz hatte das Spiel im Griff. Doch Ungenauigkeiten in den Zuspielen, zu lange oder zu kurze Flanken brachten letztendlich keine Torgefahr. Die Hausherren standen tief und lauerten auf Konter. In der 27. Minute tauchte Tapfer das erste Mal vor dem Riesaer Strafraum auf. Ein Freistoß von der rechten Seite vors Tor konnte Noguera unbedrängt einköpfen, da die Zuordnung nicht stimmte. So stand es plötzlich 1:0 für die Gastgeber. Und dieser Treffer weckte deren Angriffslust. In der 35. Minute konnte Torhüter Christopher Hauswald mit einem Reflex einen Schuss des völlig freistehenden Angreifer erfolgreich abwehren. Stahl wollte unbedingt vor der Pause noch ein Tor erzielen und bekam in der dritten Minute der Nachspielzeit einen Foulelfmeter zugesprochen. Jaroslav Benda nutzte die Möglichkeit und erzielte den 1:1 Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer quasi eine Kopie der ersten Halbzeit. Die BSG ständig in Ballbesitz, ohne zündende Ideen und die Platzherren im aufopferungsvollen Abwehrkampf. Nach 68 Minuten dann endlich mal wieder eine gute Gelegenehit für Riesa. Ein schneller Angriff über Paul Kant und Dennis Leonhardt kann Marcel Fricke zum 1:2 vollenden. Die Riesaer wollten nun die endgültige Entscheidung, doch aus gefühlt 20 Eckbällen, dauerhaften Ballbesitz und vielen Freistößen sprang nichts Zählbares heraus. So mussten die Fans bis zur 83. Minute warten, ehe Janek Christian Müller das 1:3 und in der 89. Minute Princewill Ishmael Chimenem, nach einem langen Pass vom Torhüter, den 1:4 Endstand erzielten.
Insgesamt ein ungefährdeter und verdienter Sieg, der aber einige Fragezeichen hatte, hinsichtlich Passgenauigkeit, Laufwege und Torgefährlichkeit nach Standards. Am kommenden Samstag kommt der SSV Markranstädt zum Abschluss der Hinrunde nach Riesa. Da sollte es wieder besser laufen.
Stahl mit: Christopher Hauswald, Dennis Leonhardt (78. Vladyslav Skala), Justin Seher, Georg Liesch, Harty Scholz (88. Princewill Ishmael Chimenem), Marlon Kost, Nick Heuer (63. Markus Baumann), Marcel Fricke (88. Franz Josef Zech), Paul Kant, Jaroslav Benda, Janek Christian Müller (88. Gillian Köhler)
Gelb: Leonhardt (5)


