Bittere Niederlage nach starker Leistung

10.11.2025

Nach der Niederlage bei Borea Dresden, hieß es nun gegen den Tabellennachbarn Handwerk Rabenstein wieder auf den Erfolgsweg zurückzukehren. 344 Zuschauer kamen am Samstag bei schönem Fussballwetter in die Feralpi Arena und sahen ein spannendes Spiel mit einer starken Leistung der Gastgeber und einer fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung, welche am Ende alle Riesaer Fans und Spieler bitter enttäuscht zurück ließ. Doch der Reihe nach.

Stahl, ohne den gesperrten Kapitän Paul Kant, übernahm sofort das Kommando und erspielte sich in der ersten Viertelstunde schon vier Chancen, die jedoch allesamt nicht zu einem Torerfolg führten. Die Gäste aus Rabenstein versuchten sich auch nach vorn, doch die Bälle in die Spitze waren meist zu weit und landeten bei Christopher Hauswald im Riesaer Gehäuse. Nach einem erneut abgefangenen Ball leitete er dann diesen schnell an Georg Liesch weiter, der ein Solo von Strafraum zu Strafraum hinlegte, kurz schaute und auf den mitgelaufenen Dennis Leonhardt spielte. Dieser machte eine kurze Täuschung und mit einem fulminanten Linksschuß schlug das Spielgerät im Rabensteiner Gehäuse ein. Ein sehenswerter Treffer. Kurz darauf begann eine Phase in der sich die Tormöglichkeiten auf beiden Seiten häuften, doch diese wurden allesamt nicht genutzt. So blieb es zur Pause bei der knappen Führung, obwohl Stahl höher hätte führen müssen.

Nach der Pause ging es ähnlich weiter und die Wohllebe Mannen müssen sich in puncto Chanchenverwertung am Ende selbst ärgern. In der 65. Minute dann endlich das erlösende 2:0, dachten zumindest alle Riesaer Anhänger und Spieler. Was war passiert? Ein Kopfballduell im Mittelkreis zwischen Jaroslav Benda und Rabensteins Kapitän Kisser führte zu einem Cut des Rabensteiner Spielers. Schiedsrichter Arian Hamzehian ließ erst einmal weiterspielen. Dennis Leonhardt bekam den Ball und sprintete Richtung Tor. Trotz eines Fouls konnte er diesen noch nach links auf den mitgelaufenen Janek Müller spielen und dieser schob zum 2:0 ein. Dachten alle. Jetzt begann eine intensive Diskussion zwischen dem Schiedsrichtergespann und den Rabensteinern, die aufgrund der Verletzung ein Foulspiel gesehen haben wollten. Dabei holten sie sich noch eine gelb/rote Karte ab. Nach endlosen Minuten des Wartens und diskutiereren nahm der Schiedsrichter mit seinem Assistenten Kontakt auf und beriet sich kurz. Eine Info an beide Spielführer führte zum Ergebnis, dass der Treffer nicht zählt und die Spielfortsetzung direkter Freistoß für Rabenstein heißt. Der bis hierhin gut leitende Hamzehian hatte eigentlich alles korrekt gesehen und entschieden (Vorteil Stahl trotz Foulspiel und Tor), ließ sich dann aber auf unerklärliche Weise von den Rabensteinern überreden. Bitter aus Riesaer Sicht. In der Folgezeit bekam das Riesaer Spiel einen Bruch und die Randchemnitzer witterten ihre Chance. Stahl spielte seine Konter nicht richtig aus und so kommt es in der 85. zu einem Zweikampf im Riesaer Strafraum, der zu einem berechtigten  Elfmeter führt. Weigel verwandelt diesen sicher. Und es kommt noch schlimmer. In der Nachspielzeit geht dann auch noch der eine Punkt dahin, da man bei einer Ecke keinen Zugriff bekommt und Schaltonat zum 1:2 trifft (90.). Die Bemühungen der Stahlelf in der Nachspielzeit führen zu nichts mehr und so verliert man ein Spiel, dass man hätte frühzeitig entscheiden können. Auch wenn viele mit der Schiedsrichterentscheidung in der 65. Minute haderten, die regeltechnisch nachvollziehbar, aber sehr schlecht kommuniziert und abgehandelt wurde, muss die BSG einfach besser und abgezockter ihre Chancen nutzen.

Nun ist erst mal wieder Sachsenpokal und da kommt am Samstag um 13.00 Uhr der Bischofswerdaer FV in die Feralpi Arena. Nächstes Spiel in der Liga ist am Buß- und Bettag um 14.00 beim Dresdner SC im Steyerstadion.

Stahl spielte mit: Christopher Hauswald, Dennis Leonhardt, Justin Seher, Georg Liesch, Nic Heuer (ab 87. Princewill Ishmael Chimenem), Harty Scholz, Janek Christian Müller, Markus Baumann, Marlon Kost, Franz Josef Zech ( ab 77. Marcel Fricke), Jaroslav Benda

Gelb: J. Müller, Benda, Leonhardt (5.), Baumann, Fricke

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