Glücksgöttin Fortuna stand auf Riesaer Seite

15.09.2025

Nach der Pokalgala gegen Freital stand nun wieder der Alltag in der Sachsenliga an. Zu Gast war mit Fortuna Chemnitz eine Mannschaft, die auch in dieser Saison eher um den Verbleib in der Sachsenliga, als den Aufstieg spielen werden. Damit waren auch die Rollen vor dem Spiel klar verteilt.
Den 304 Zuschauern zeigte sich schnell, dass die Gäste ein Abwehrbollwerk aufbauen würden, um die Angriffsmaschinerier der BSG gar nicht erst ins Rollen kommen zu lassen. Jedoch fand Janek Christian Müller bereits nach acht Minuten eine Lücke auf der halblinken Seite und vollendete mit einem Schuss ins lange Eck. Die frühe Führung war ein Schritt Richtung Sieg und sollte den Riesaern Selbstvertrauen geben. Doch es kam diesmal anders. Man versuchte sich den Gegner zurechtzulegen, agierte dabei aber viel zu statisch, ohne Tempo und Ideen. So hatten die Chemnitzer wenig Mühe, ihr Tor sicher zu verteidigen. Wenn man sich dann doch einmal eine Chance über Außen erspielte, versiebte man diese zu hastig, wie Nic Heuer (24.) oder es fehlte der letzte genaue Pass. Chemnitz verlegte sich aufs Verteidigen und presste vorn mit drei Mann. Nach einer halben Stunde gab es einen ersten Warnschuss, der noch übers Tor ging. Doch nach 35 Minuten nutzten die Fortunen dann die erste richtige Möglichkeit, bei der allerdings die Riesaer Abwehr kräftig mithalf, zum Ausgleich. Die Stahlelf hatte nun einige Mühen, während die Gäste selbstbewußter wurden.
Auch nach der Pause erst einmal das gleiche Spiel. Stahl rannte an und die Gäste zogen sich in die eigene Hälfte zurück, bauten zwei Fünferketten auf und wollten den Punkt nach Hause bringen. Erst in der 72. Minute brachte ein Freistoß von Neuzugang Markus Baumann den Gästetorhüter in Bedrängnis. Das war es dann aber schon wieder. Viel zu einfallslos rannten die Stahlwerker gegen das Chemnitzer Bollwerk an. Die sich bietenden wenigen Möglichkeiten (Benda nach Ecke, ein Freistoß an den Pfosten und zwei Schüsse aus kurzer Entfernung) waren ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Die Riesaer Anhänger hatten sich schon in Gedanken auf ein Unentschieden eingestellt, als Jaroslav Benda in der 92. Minute das Stadion in ein Jubelmeer versetzte. Nach einem Einwurf von rechts, in der eigenen Hälfte, kam der Ball nach Flippereinlage zu Paul Kant. Der schickte auf halblinks Jaroslav Benda, der vor sich viel freien Raum fand und schließlich den Ball aus 13 Metern unter die Latte hämmerte.  Die Chemnitzer warfen nun alles nach vorn, die Stahlabwehr ließ jedoch nichts mehr zu, während Lennox Schubert  einen Konter nicht konsequent zu Ende spielte. Danach war Schluss und die drei Punkte bleiben in Riesa. Am Ende ein verdienter, wenn auch glücklicher, Sieg.
Am nächsten Samstag heißt der Gegner Tanne Thalheim, der sich sicherlich ähnlich präsentieren wird. Da heißt es dann, die Chancenverwertung deutlich erfolgreicher zu gestalten.

Stahl spielte mit: Christopher Hauswald, Dennis Leonhardt (ab 70. Carlo Schmidt), Justin Seher, Georg Liesch, Nic Heuer, Marcel Fricke (ab 82. Lennox Schubert), Janek Christian Müller (ab 63. Princewill Ishmael Chimenem), Marlon Kost, Franz Josef Zech (ab 60. Markus Baumann), Paul Kant, Jaroslav Benda 

Gelbe Karten: Dennis Leonhardt