Unterschiedlicher können zwei Halbzeiten nicht sein (U19 belohnt sich nicht und steht am Ende mit leeren Händen da)

 

Endlich war es nach langer Pause wieder soweit, Punktspielbetrieb!

Unsere U19 absolvierte eine ganz passable Wintervorbereitung, in der man gute Ergebnisse einfuhr (u.a. 1:0 Sieg gg. FSV Zwickau A-Junioren, 5:4 Sieg gg. FV Gröditz 1. Männer)  und auch einen sehr erfrischenden Fußball zeigte. Leider mussten dann die letzten zwei Punktspiele aus gesundheitlichen Gründen abgesetzt werden lassen. Damit konnte auch nicht durchgängig trainiert werden und man reiste mit etwas Trainingsrückstand zu einem der Ligaprimuse nach Probstheida.

Da die U19 des 1. FC Lokomotive Leipzig seit Jahren zu einer der Spitzenmannschaften in der Landesliga Sachsen zählt, erwartete unsere Stahl-Kicker demzufolge ein ordentlicher Hochkaräter.

 


Bockstarke erste Halbzeit!

Mit der nötigen Spannung und reichlich innerem Stahlfeuer gingen unsere Stahler das Spiel an. Nach einigem Abtasten in den ersten fünf Minuten, begann unsere BSG dann zielstrebig und konzentriert in Richtung Tor der Gastgeber zu spielen. Die Folge waren gute Abschlussmöglichkeiten, viele Ecken für unsere Farben, die leider allesamt ungenutzt blieben. In der 20. Spielminute dann der erste Rückschlag. In einem Zweikampf verletzte sich unser Defensivstratege Gerrit N. und konnte nicht weitermachen. Der eingewechselte Jonas G. musste in die Innenverteidigung, obwohl er etatmäßiger Außenverteidiger ist und machte von Beginn an einen super Job. Der Wechsel tat also dem Spiel unserer Farben keinen Abbruch und man fuhr einen Angriff nach dem anderen in Richtung Tor der Gastgeber. Mittlerweile war man die bessere Mannschaft und hatte das Spielgeschehen gut im Griff. Die Chancen häuften sich jetzt und man musste sich auch langsam fragen: Wann fällt endlich das Führungstor für die Gäste? Im gut organisierten Mannschaftsverbund wurden die Möglichkeiten zur Führung immer klarer. Was allerdings fehlte, war die Abgeklärtheit vor dem Leipziger Tor. So hätte man gut und gerne mit einem komfortablen Vorsprung von 2-3 Toren in die Halbzeit gehen können. Dazu kam es leider nicht mehr, sodass es mit einem 0:0 in die Pause ging.

Nackenschlag eröffnet zweite Halbzeit

Im zweiten Durchgang mussten unsere Stahler dann gleich zu Beginn einen Nackenschlag verkraften. Beim Versuch den Ball aus dem eigenen 16-er zu klären, traf der eingewechselte Jonas G. den heraneilenden Leipziger Stürmer und es gab quasi aus dem Nichts heraus die Möglichkeit für die Gastgeber, mit einem Strafstoß in Führung zu gehen. Diese ließen sich die Leipziger nicht nehmen und verwandelten den fälligen Strafstoß zum, zu diesem Zeitpunkt zur doch sehr schmeichelhaften, 1:0 Führung in der 49. Spielminute.

Vom Gegentreffer sichtlich geschockt lief von nun an nicht mehr viel bei unseren Stahlern zusammen, die Gastgeber hatte nun deutlich mehr vom Spiel und der nächste Nackenschlag war nicht weit entfernt. In der 63. Spielminute stand wieder unser Jonas G. im Mittelpunkt. Mit viel Einsatz und dem unbändigen Willen einen Torschuss der Blau - Gelben zu klären verursachte er ein Eigentor zum 2:0 Zwischenstand. Mund abwischen Gödi und weitermachen! Jetzt war der endgültige Bruch im Spiel unserer Stahl Kicker deutlich erkennbar. Man gewann keine Zweikämpfen mehr, konnte kaum noch einen vernünftigen Angriff spielen und verlor die Bälle leichtfertig. In Folge dessen markierten die Leipziger gar das 3:0 (77.) und das sollte längst nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer entfachte dann doch noch einmal, als Tim R. in Folge eines beispielhaft vorgetragenen Angriffs den Anschlusstreffer zum 3:1 in der 80. Spielminute erzielte.

Nun war noch einmal ein Aufbäumen bei den Gästen zu sehen, mittlerweile spielten unsere BSG-ler mit 3-er Kette, um mit einem Stürmer mehr doch noch den Lucky Punch zu schaffen. Das spielte den Gastgebern natürlich mit ihren langen Bällen in die Karten und so folgten dann die Treffer zum 4:1 (89.) und 5:1 (90.).

Fazit

Schade!

Nach dieser bitteren Niederlage sollten unsere Jungs den Kopf nicht hängen lassen und die nächsten Spiele an die sehr gute erste Halbzeit anknüpfen, dabei allerdings nicht vergessen, die Tore zu machen. Mit dieser Einstellung sollten auch die nötigen Punkte im Abstiegskampf eingefahren werden können, um am Ende der Saison den Ligaverbleib zu sichern.