Das Spiel zu locker angegangen A-Jugend mit mäßiger Leistung in Dresden

SG Dresden Striesen - BSG Stahl Riesa 5:5 (1:1)

Zu einem interessanten Auswärtstest verabredete sich unsere A-Jugend mit der SG Dresden Striesen, ebenfalls A-Jugend. In der Vergangenheit sind vor allem die Duelle in der Landesliga im Gedächtnis geblieben. Auch wenn die Striesener erst wieder in die Landesklasse aufgestiegen sind, erwartete man einen bissigen Gegner der unseren Jungs kämpferisch als aus spielerisch einiges abverlangen sollte.

Von Beginn an sah man ein von beiden Seiten munter geführtes Spiel, welches sich allerdings vorerst nur zwischen beiden Strafräumen bewegte. Die ersten beiden Treffer in der Partie sind relativ schnell "erzählt". Die 1:0 Führung für die Gastgeber entstand durch einen sehr fragwürdigen Elfmeter in der 7. Minute. Wie sollte es anders sein, es ging um ein Handspiel mit angelegtem Arm, bei dem ein Stahlspieler den Ball aus ca. 30 Zentimeter Entfernung an den Arm geschossen bekommt. Doch diese Tatsache und der damit verbundene Rückstand brachten unsere jungen Wilden nicht aus dem Konzept. Eher das Gegenteil war der Fall, direkt mit Wiederanstoß erhielten unsere Jungs eine Ecke. Unser Abwehrhüne Nico S. lief mustergültig ein und konnte am langen Pfosten zum 1:1 Ausgleich (8. Minute) einköpfen.

Danach folgte dann nur noch Stückwerk von den Stahlkickern und man hatte das Gefühl sie ruhten sich auf den bisher gesammelten Lorbeeren aus. Mit wenig Biss, Einsatzbereitschaft und auch fehlender Grundordnung klappten die einfachsten Dinge nicht mehr. Das Spiel in die Tiefe fand kaum Abnehmer, weil die Pässe zu ungenau gespielt wurden oder vorher dem Gegner unkonzentriert in die Beine gespielt wurden, unsere Flügelflitzer scheiterten auf dem kleinen Kunstrasenplatz meist an sich selber und vertändelten die Bälle. Zu allem Übel setze man bei Ballverlusten nicht energisch genug nach oder blieb gar stehen. Mit dem Remis ging es dann in die Pause und unsere Trainer brachten es kurz und schmerzlos auf den Punkt: So wird das nix, meine Herren!

 

Zweite Halbzeit mehr Biss, aber weiterhin hohe Fehlerquote

Die zweite Hälfte begann ebenfalls sehr schwungvoll und temporeich und in Minute 55 folgten dann ein kleiner Bruch. Ein lang geschlagener Ball wurde durch unsere Abwehrreihen falsch eingeschätzt, wodurch unser Außenverteidiger den Ball unterlief und zu allem Überfluss auch noch mustergültig in den Lauf eines Striesener Spielers verlängerte. Seine Hereingabe konnte nicht gut genug verteidigt werden und es stand 2:1 für die Dresdener. Nun hingen die Köpfe unserer Spieler etwas gen Boden, die Folge war gar das 3:1 nur sieben Minuten später (62.). 

Was man an dieser Stelle unseren Stahl Kickern zu Gute halten muss, sie gaben nicht auf und ackerten sich mit guten Aktionen wieder ins Spiel zurück. Wiederrum sieben Minuten nach dem 3:1 folge der Anschlusstreffer zum 3:2, Gerrit N. ist es der unsere Farben wieder ins Spiel zurück brachte und damit auch die Moral aller Spieler forderte. Trotz des erneuten Ausbaues der Führung auf 4:2 in der 76. Minute, blieben unsere Jungs dabei und man hatte nun das Gefühl, dass sie Betriebstemperatur hatten.

Maxi K. sorgt in der 77. Minute mit einer abgerutschten Flanke, die unhaltbar im langen Pfosten einschlug, für den erneuten Anschlusstreffer und damit zum zwischenzeitlichen Spielstand von 4:3. Unsere BSG-ler hatten das Spiel trotz Rückstandes jetzt deutlich im Griff und Striesen fiel nur noch durch Konter auf. So ist es auf keinen Fall unverdient was die folgenden Minuten passiert. Fritz B. schoss in der 87. Minute den Ausgleich zum 4:4 und nur drei Minuten später, mit einem klasse Hammer in den Giebel (indirekter Freistoß vom 5 Meter Raum) sogar die Führung zum 4:5 für unsere BSG. Drei Minuten Nachspielzeit waren vom Schiri angezeigt und in genau diesen drei Minuten fressen unsere Jungs noch einen Konter der im 5:5 endet.

Fazit

Mit der Leistung in der ersten Halbzeit wird es unser ältester Nachwuchs in der Landesliga sehr schwer haben, da Einsatzbereitschaft bis zum letzten Schweistropfen das A und O ist wenn man erfolgreich sein möchte. 

Mit der Leistung im zweiten Durchgang darf man ansatzweise zufrieden sein, da hier der Wille bis zum Schluss stimmte allerdings noch zuviele Momente der Unkonzentriertheit und zuviele Schusselfehler an der Tagesordung waren.