Ein Satz mit "X", das war wohl Nix. (enttäuschender Pokalauftritt unserer U19)

Zur zweiten Runde des Sachsenpokals ging es für unsere A-Jugend nach Dresden an die Bärensteiner Straße zur SG Dresden Striesen. Gegen diese hatte man bereits ein Vorbereitungsspiel bestritten (Endstand 5:5) und somit wusste man, was an diesem Tag auf die Stahl-Akteure wartete.

Dem Trainerteam standen schon vor dem Spiel dicke Sorgenfalten im Gesicht, denn mit nunmehr sieben verletzten Spielern fielen etliche Leistungsträger aus und in der Aufstellung mussten nicht unerhebliche Änderungen vorgenommen werden. Man konnte dennoch eine schlagkräftige Truppe aufstellen, die mehr als in der Lage war, diese Aufgabe zu meistern.


Von Anpfiff weg nahmen sich unsere Stahl-Kicker fest vor, den Ligaunterschied zu unterstreichen und das Spiel über 90 Minuten zu bestimmen.  So waren gerade einmal vier Minuten gespielt und unsere BSG konnte den ersten Torschuss durch Maxi K. für sich verbuchen. Auch in den folgenden Minuten mühte man sich, um Spielkontolle, konnte diese aber nicht herstellen. Zum einen waren die taktischen Verfehlungen zu offensichtlich und zum anderen war da noch das bekannte Problem mit der Konzentration. Einfache Pässe wurden schlampig, gar unüberlegt gespielt, sodass es der Gegner einfach hatte, bei Ballgewinn schnell nach vorne zu spielen, ohne im Vorfeld dafür viel Aufwand betreiben zu müssen.

Die Angriffe der Gastgeber verliefen zunächst zu harmlos und endeten zu oft mit einer Abseitsstellung. In der 17. Minute mal wieder ein Abschluss unserer BSG. Ramon R. ist es, der aus der zweiten Reihe mit einem Aufsetzer den Hüter der Striesener prüft, welcher auf dem Posten war und den Schuss parieren kann. Im weiteren Spielverlauf sah man dann viel Stückwerk, ohne dabei zwingend in Richtung gegnerisches Tor zu gelangen. Nach 28 gespielten Minuten dann wieder eine dieser 100%-igen Chancen, die in den letzten Spielen reihenweise liegen gelassen wurden. Ausgangspunkt dafür ist unser Außenverteidiger Felix W., der einen feinen Diagonalpass auf unseren Maxi K. spielt, welcher klasse durchgestartet war. Nachdem er das Laufduell, trotz deutlichem Trikotziehen seines Gegenspielers, für sich entscheiden kann, ist sein Abschluss, ca. 8 Meter mittig vorm Tor, zu schwach und kann vom Dresdener Hüter pariert werden.

Nach dieser Chance ging dann bei unserer BSG alles schief, was schief gehen kann: kein kontrollierter Spielaufbau, Massen an Fehlpässen, zu lasches Zweikampfverhalten und natürlich auch keine Angriffe in Richtung gegnerisches Tor mehr. Gestärkt von der schwachen Leistung unserer Stahlkicker kamen die Gäste jetzt deutlich besser ins Spiel. Immer wieder nutzten die Striesener die fatalen Aussetzer der BSG-ler und schalteten schnell um. Eine dieser Szenen, wie sollte es anders sein, führte dann zum ersten Tor dieser Begegnung. In der 39. Minuten wieder ein fataler Ballverlust im gegnerischen Halbfeld, schnelles Umschalten der Striesener und schon stand es 1:0 für die Gastgeber.

Sichtlich geschockt war der Spielfaden bei unserer Truppe nun komplett verloren und man sah beim zweiten Gegentor des Gegners (2:0; 43.) einfach nur zu.

Halbzeit Zwei mit deutlicher Leistungssteigerung (schlechte Chancenverwertung kann nicht abgelegt werden)

U19 SG Dresden Striesen Landespokal

Mit Beginn der Zweiten Halbzeit spielten nur noch unsere Stahlwerker und man sah, wie sehr sich die Mannschaft gegen das Ausscheiden wehrte.

Ein Angriff nach dem Anderen wurde nun in Richtung Striesener Tor gefahren. Dabei ging man jedoch auch das Risiko ein, sich den nächsten Gegentreffer zu fangen, denn die Gastgeber kamen immer wieder mit dem ein oder anderen schnellen Gegenstoß daher, welche kreuzgefährlich waren, da heute offenbar jeder Schuss der SG ein Tor war. Und solange man es nicht schaffte, die eigenen Bemühungen in Zählbares zu verwerten, schien dies immer wahrscheinlicher. Was man unserer Mannschaft in der zweiten Hälfte nicht absprechen kann, ist definitiv der Wille. Aber was absolut kritisch hinterfragt werden muss: Wie schlampig geht ihr mit euren gut herausgespielten Torchancen um?!?

So kam es wie es kommen musste und eine der ältesten Fußballweisheiten bewahrheitete sich wieder einmal. Wer die Chancen vorne nicht macht, bekommt sie hinten. Während unsere Stahler nach wie vor anrannten und Chance um Chance kläglich vergaben, reichten den Striesenern drei weitere Angriffe/Torschüsse (67.; 71.; 90.) um den Enstand von 5:0 herzustellen.

Fazit

Man, man, man Jungs, haut die Dinger vorne rein und macht euch das Leben nicht so schwer! Schade, dass nicht an die gute Leistung gegen den VfB Auerbach angeknüpft werden konnte und man wieder mit der Chancenverwertung hadert.

Hoffen wir, dass es in den kommenden Spielen besser wird....

 

unsere BSG Junioren spielten mit: Richard R., Tim R., Jonas G., Nico J. (54. Louis R.), Max K., Felix W., Benito T. (63. Niklas S.), Nico St., Maximilian K., Gerrit N., Ramon R.