Stahl geht gegen starke Motoren die Puste aus

BSG Stahl Riesa – FSV Motor Marienberg 1:4 (1:0)

Wie im Vorfeld bekannt, war Stahl Riesa durch Corona ersatzgeschwächt und so folgten einige Wechsel in der Startaufstellung. Dennoch hatte man eine schlagkräftige, jedoch sehr junge Truppe auf den Platz stellen können. Das Spiel sollte eine kleine Achterbahn der Emotionen werden. Erst hoffnungsvoll, dann resignierend.

Die Partie begann mit einer dicken Großchance für die Gäste. Ein hoher Chipball überspielte die gesamte Riesaer Abwehrkette und letztlich musste BSG-Keeper Dominic Schiring im 1gg1 retten (3.). Es folgten weitere temporeiche Minuten, in denen beide Mannschaften eher offensiv taktierten.

In der 12.Minute gelang Dirk Thieme ein wahres Kunststück und ein sehenswerter Treffer. Einen Eckball drehte er gefühlvoll direkt ins obere lange Eck. So ein Traumtor für Riesa fiel schon lange nicht mehr. Leider sollte es am Ende dennoch nicht reichen.

Doch zunächst war Stahl Riesa in Front und hatte nun Selbstvertrauen getankt. Bald darauf schlug Dirk Thieme eine weitere Ecke brandgefährlich mit Effet und traf leider nur die Latte. In dieser starken Druckphasse von Stahl Riesa hätte man das zweite Tor machen müssen. Man zeigte hier sein Potential und Können und erspielte sich einige gute Torchancen.

Mitte der ersten Halbzeit übernahm dann wieder Motor Marienberg die Zügel und hatte bis zur Pause noch einige gefährliche Halbchancen. Zur Halbzeitpause hatte man durchaus die Hoffnung auf einen Riesaer Erfolg. War auch die Führung bis hierin etwas glücklich. Was danach jedoch folgte, ist auch mit Corona-Ausfällen und Quarantänen nicht zu erklären. Der zweite Abschnitt war eine bittere Enttäuschung für alle Riesa-Fans.

2. Halbzeit mit bösem Ende

Die Gäste aus Marienberg kamen mit reichlich Schwung zurück auf den Platz und diktierten fortan nach Belieben das Spielgeschehen. Bei Stahl Riesa ging nach vorne hin gar nichts mehr und jeder zweite Ball ging verloren. Die Bälle wurden nur noch hinten rausgehauen und eine Spielordnung existierte nicht mehr.

Motor Marienberg schnürte Riesa regelrecht am Strafraum ein und verschoss beispielsweise drei Riesenchancen. So wurde das leere Tor aus 3m Entfernung verfehlt. Dazu rettete BSG-Keeper Dominic Schiring mit einigen sehr guten Paraden lange Zeit sein Team vor einem Gegentor.

Doch dann in der 67. Minute war auch er machtlos und der Ausgleich fiel durch Kenny Schmidt. Konditionell schien Riesa nun am Ende zu sein und hatte keine Kraft mehr, gegenzuhalten. Auch Spielerwechsel halfen nicht diesen Umstand zu bessern. Marienberg erkannte die Gelegenheit und presste weiter forsch. Weitere ausgezeichnete Torchancen wurden liegen gelassen. Es hätte schon jetzt ein halbes dutzend an Gegentoren sein können...

Irgendwie das Remis über die Zeit retten war nun die Devise, aber auch das gelang nicht. Nach einem Einwurf war niemand bei Maximilian Schreiter, der aus 8m unbedrängt zum Kopfball ins kurze Eck ansetzen konnte (86.).

Damit war die Hoffnung dahin und auch die Mannschaft ließ den Kopf hängen. Der eingewechselte Marienberger Kevin Matthes beseitigte dann in der Nachspielzeit jegliche Hoffnung auf einen Riesaer Punktgewinn. Zweimal stach der Joker. Insbesondere das 4:1 in der 94.Minute als Matthes aus 35m den Riesaer Torwart per Weitschuss überlistete, war aus neutraler Fussballsicht ein echter Hingucker. 

Einher geht diese Niederlage mit dem Festsitzen in der unteren Tabellenregion. Aus diesem Schlamassel kann und muss man sich in den kommenden Partien selbst hinausziehen, denn sonst droht ein schwerer Saisonverlauf. Es heißt nun nichtsdestotrotz Aufstehen und sich einmal kräftig schütteln. Nächste Woche sind neue Punkte zu vergeben.

für Stahl Riesa spielten:

Dominic Schiring, Dennis Leonhardt, Gillian Köhler (46. Tom-Eric Frank), Georg Liesch, Steve Zöphel, David Haist, Nic Heuer (64. Felix Awuku), Florian Ohme, Jonas Schreiber (53. Lukas Balzer), Andre Köhler, Dirk Thieme (83. Toni Borschke)

 

Zuschauer: 233

Torschützen BSG
Dirk Thieme
12 Dirk Thieme

Für die Bilder zum Spiel bedanken wir uns bei Tilo Schneider. Weitere Bilder findet ihr hier.