Stahl empfängt den CFC zum Ostklassiker im Sachsenpokal

Wenn die BSG Stahl Riesa am Sonntag, um 15 Uhr den Chemnitzer FC zum Sachsenpokal-Match empfängt, liegt in der Feralpi Arena endlich wieder einmal ein Hauch von höherklassigem Fußball in der Luft. Der ein oder andere wird sich dabei an die packenden Duellen zwischen beiden Vereinen in der DDR-Oberliga erinnern. Doch nun liegen drei Spielklassen zwischen den Kontrahenten. Der Regionalligist ist also selbstredend der klare Favorit, aber Stahl wird gewillt sein, den Pokalkracher nicht ohne Gegenwehr abzuschenken. Die Profifußballer vom Chemnitzer FC sollen schon gefordert werden.

Nach dem Fehlstart in der Landesklasse kann sich unsere Mannschaft gegen den höherklassigen Gegner bestmöglichst präsentieren und das Match genießen. Durch den starken Auswärtssieg in Mittweida in der vorherigen Pokalrunde hat sich das Team von Trainer Thomas Juretzko diese besondere Partie verdient. Die Liga hat zweifelsohne Vorrang. Dort gilt es sich in den nächsten Spielen gewaltig zu strecken.

Der Chemnitzer FC spielt seit 2020 in der Regionalliga und peilt in dieser Sasion den Aufstieg in die dritte Liga an. Nach vier Spieltagen liegt der CFC auf dem vierten Tabellenplatz. Am Montagabend gab es beim Tabellenletzten Halberstadt jedoch nur ein 1:1-Unentschieden.

Im Spielerkader der Profis befindet sich eine gute Mischung aus heimischen Talenten und erfahrenen Spielern, die auch schon höherklassig aktiv waren. Zu nennen sind hier besonders Kapitän Tobias Müller, der in Dresden und Halle 2. Bundesliga sowie dritte Liga spielte. Weiterhin sind der Schweizer Kilian Pagliuca, der zuvor in Halle und beim FC Zürich spielte sowie Topstürmer Felix Brügmann, der bereits in Jena und Cottbus erfolgreich unterwegs war, zu erwähnen.

Am Sonntag kommt es zum Bruderduell, denn der nominelle Ersatzkeeper des CFC David Wunsch ist der Bruder von unserem Co-Trainer Lucas Wunsch.

Mit Florian Ohme und Franz-Josef Pawletta haben auch zwei Spieler aus unseren Reihen ihre Jugend im Chemnitzer Leistungszentrum verbracht.

Unsere sehr junge Stahl-Mannschaft kann gegen den CFC befreit aufspielen und kann sicherlich in den 90 Minuten viel lernen. Ein Pflichtspiel gegen eine Profimannschaft gab es in Riesa (leider) schon lange nicht mehr und wird es so schnell nicht wieder geben. So sollten alle Zuschauer im Stadion das Spiel gegen die „Himmelblauen" genießen und sich auf ein kleines Fußballfest freuen.

Wünschen wir uns also ein schönes und friedliches Fußballspiel. Vielleicht kann Stahlblau die „Himmelblauen" etwas ärgern. Für unterhaltsame Spielminuten sollte jedenfalls gesorgt sein.