FEHLSTART PERFEKT

60 Minuten völlig verschlafen

Nach dem 3. Spieltag ist man auf dem harten Boden der Tatsachen angekommen.

Diesmal gab es eine 3:4 (1:2) Niederlage und das völlig zu Recht.

Der Auftritt der Mannschaft, speziell in der ersten Stunde, kann einem nur die Schamesröte ins Gesicht treiben. Gewiss hat es fast den ganzen Tag geregnet und der Gegner ist gegen Stahl immer besonders motiviert, aber trotzdem muss man da ganz anders auftreten.

Die MSV Spieler brauchten keine extra Motivation, hielten sofort dagegen, so dass es nach 5 Minuten fast schon den Rückstand gegeben hätte, jedoch konnte Justin Hecht den Gegentreffer noch verhindern. Die Stahlelf verschlief wieder mal fast die erste halbe Stunde . Nichts ging nach vorn, lange Bälle die in der Gastgeberabwehr landeten oder ungenaue Zuspiele im Mittelfeld sind keine geeigneten Mittel und von den Trainern auch so nicht gewollt.

Das erste Mal flog der Ball nach 26 Minuten bei einem Haist Freistoß übers Meissner Gehäuse. Fast wie aus dem Nichts fiel der Führungstreffer durch Gillian Köhler (28.), der eine Ecke einköpfte. Danach flog noch ein halbherziger Heuer Schuss übers Tor, ehe es im eigenen Tor einschlug. Freistoßflanke von rechts, Missverständnisse in der engeren Abwehr und Max Mißbrauch konnte ausgleichen. Der einzig sinnvoll vorgetrage Angriff der Stahlelf in Hälfte 1 (41.) ging über links, gute Eingabe in den Strafraum und Tom Erik Frank schlägt ein kapitales Luftloch.

Damit war die Halbzeit eigentlich rum, doch der Schiri ließ noch etwas nachspielen. Warum bleibt sein Geheimnis, aber trotzdem muss man bis zum Pfiff konzentriert bleiben. Halbherzige Einwürfe die Linie lang, dann der Ball unkontrolliert in die Mitte, Gillian Köhler findet keinen Halt und Hugo Bäde läuft davon und trifft zum 2:1.

2. Halbzeit 30 gute Minuten reichen nicht

Nach der Pause dann mit Reinkober und Pohl für Heuer und Frank. Sah etwas besser aus, aber die Konzentration im letzten Abspiel fehlte immer noch. Meissen dagegen, mit der Führung im Rücken, wartete auf seine Möglichkeiten. Gleich die erste war drin (54.). Man lässt sie durch die Abwehr kombinieren und Samuel Wittig schließt zum 3:1 ab. Damit war der Vorwärtsdrang der Gastgeber erst mal wieder dahin, sie richteten sich hinten gemütlich ein und überließen Stahl den Ball, die sich immer noch ein ums andere Mal in der Meissner Abwehr festliefen. Nach einer knappen Stunde brachte Trainer Juretzko noch Dennis Leonhardt und Paul Kant für Pawletta und Haist. Da wurde das Angiffsspiel etwas druckvoller, aber die kalte Dusche folgte auf dem Fuß. Angriff der Meissner über rechts, langer Ball in den Strafraum,  Justin Hecht und der Stürmer gehen gleichzeitig hin, der Stürmer fällt, Hechter hat den Ball und der Schiedsrichter pfeift Elfmeter. Den verwandelt Melzer sicher und es steht 4:1. Kurz darauf war für einen MSVer die Partie vorzeitig mit der Ampelkarte beendet. 10 Minuten vorher war eigentlich schon Einer fällig, aber Schiedsrichter de Parade verweigerte die fällige gelbe

Karte und damit Gelb Rot. In Überzahl sah das Spiel nun auf Stahlseite besser aus, aber es brauchte einen Schuss von Marvin Reinkober, der im Fallen noch knapp in der eigenen Hälfte abzog und den zu weit vor dem Tor stehenden Meissner Torwart überraschte 2:4(80.) Nun wurde endlich Druck gemacht so dass sich auch Chancen ergaben. Die Grösste hatte Norman Gründler, der nach 84 Minuten frei zum Kopfball kam, jedoch genau auf den Torhüter. Der Rest war Hektik, der Schiri wedelte mit Karten, verweigerte Rot nach Tätlichkeit gg. Samuel Wittig. Norman Gründler schoss noch ein Abseitstor, bei dem der Vorlagengeber besser selbst geschossen hätte. In der 86. traf er dann aber doch noch aus Nahdistanz zum Anschluss (86.) Mehr sollte aber auch in den 5 Nachspielminuten nicht passieren, denn den letzten Reinkober Schuss hielt der Meissner Torhüter auch noch fest. 

Der Schiri pfiff nach 95 Minuten ab und die Meissner Mannschaft jubelte ausgelassen und zurecht.

Die Stahlspieler waren natürlich enttäuscht, dass es nicht mehr zum Ausgleich gereicht hat, doch Schuld daran waren sie selbst und am Ende hat der MSV verdient gewonnen. Wer über lange Zeit so eine dürftige Leistung bietet, braucht sich nicht wundern, wenn er am Ende mit leeren Händen dasteht und abhängig von den Sonntagsspielen vielleicht sogar Tabellenletzter ist. 

Schlechter Vorlauf für das Spiel des Jahres gegen den CFC, aber wichtiger ist auf JEDEN Fall die Liga. Da gilt die ganze Konzentration nun den folgenden Heimspielen gg. Flöha und Pirna.

Nächster Halt ….. Sonntag 04.09.22 15 Uhr gegen den Chemnitzer FC

Stahl spielte mit: 

Justin Hecht, Gillian Köhler, Georg Liesch, Tom Erik Frank, Nic Heuer, Franz Josef Pawletta, David Haist, Norman Gründler, Jonas Schreiber, Levin Jäger, Dirk Thieme

Danke geht wie immer an Tilo Schneider für die tollen Bilder. Mehr Bilder findet ihr hier.